Mittwoch, 9. Januar 2019

Lebensbahnen




Wenn das Leben wie in Bahnen schwingt,
man etwas verliert, doch anderes gelingt,
wenn Momente in Zeitschleifen gefangen,
doch wir zu neuen Sichtweisen gelangen,
sich das Leben neu formieren muss,
losgelöst vom fried‘ spendenden Kuss,
erscheint die Welt im neuen Licht,
das allzu oft sich im Dunkel bricht.


Wenn die Vergangenheit verblasst,
hat unsere Seele es längst erfasst,
doch verzweifelt greift der Verstand,
nach dieser einen imaginären Hand,
die längst im Strudel der Lebensbahnen,
sich erhebt, winkend und mahnend,
in eine andere Richtung zeigt,
den neuen Lebensbahnen zugeneigt. 

Doch sucht die Klarheit oft ihren Weg, 
wie ein suchender im Nebel verhangenen Steg, 
Lichte Momente im strahlenden Sonnenschein, 
undurchdringbares Dickicht im Lebensschrein. 
Erfüllt mit Hoffnung, Kraft, zuweilen mit Geschick, 
den Lebensbahnen vertrauendem Zukunftsblick!

Dienstag, 8. Januar 2019

Weihnachtsgedicht 2018





Das Ende des Jahres steht kurz bevor,
die Dunkelheit steht früher am Himmelstor.
War es kürzlich noch sonnig und gar so warm,
von Dannen zog längst der Vogelschwarm,
erhellen nun Lichter sachte nur den Weg,
eine schwere Bürde wer nach dem Lichte strebt.
Doch sind die Räume erhellt vom Kerzenglanz,
an Tür und Fenster je ein Leuchtgewand,
bringen Helligkeit in unsere Herzen,
verdrängen zu weil' die Winterschmerzen.
So genießet die Tage in familiärer Runde,
seit nicht verdrossen ob unnötiger Pfunde,
lebet und erfüllt jeden dieser Tage,
verweigert Euch jeglicher Lebensklage!

Vergänglichkeit



An meiner Pinwand ziert eine kleine Karte das Kork. „Ich liebe Dich“ mit einem Dank für Geduld und Ausdauer. Die Innenseiten erinnern an den 5. Hochzeitstag, vor nunmehr knapp 20 Jahren. Die Zeit ist von Dannen gezogen, die Gefühle vergangen und doch waren sie gegeben als Teil unseres vergänglichen Lebens…ein Leben im Leben!

Hunderte von Quittungen erinnern an die Vergänglichkeit unserer Zeit. Ich stöbere und sortiere, ich vernichte und erinnere mich an Dinge die längst vergraben aber einst so wichtig schienen.
Elektronik die heute veraltet ist. Geschenke für die Kinder die gar lange nicht mehr existieren und doch seinerzeit ein Maß an Gedanken, an Recherchen erforderten mit Wunsch versehen Glück in ihnen zu wecken. 

Und ich finde Quittungen über Ohrringe für sie, zu einer Zeit als die gefühlte Verbundenheit größer schien als die existente Liebe. Zu einer Zeit in der Schenken keine wahre Freude mehr weckte aber die Verpflichtung danach schrie!

So viele Belege, Verträge, die längst aufgelöst, so viele Kontoauszüge die nicht mehr relevant. So viele Erinnerungen verbunden mit Gefühlen die nicht mehr schmerzen und erkaltet sind.

So viel Vergänglichkeit…

Freitag, 20. Oktober 2017

Der Herbst!

Der Herbst, der Herbst, er ist erwacht,
mit Melancholie und Blätterpracht.
Fängt unsere Stimmen in seinem Wind,
führt sie übers Land,  geschwind.

Der Herbst, der Herbst, er ist erwacht!
Er ist es der unsere Trauer macht.
Seine Blätter ob rot, ob gelb, über Straßen weht,
auf jedem einzeln ungeschrieben Erinnerung steht.

Der Herbst, der Herbst, er ist erwacht,
hat in seiner Güte an uns gedacht;
holt Gefühle zurück in unsere Herzen,
erweckt längst vergessene Schmerzen.

Der Herbst, der Herbst, er ist erwacht!
Er ist es der Platz für Tränen schafft,
die Wunden lösen von unseren Seelen,
die uns stets aufs neue quälen.
Der Herbst, der Herbst, er ist erwacht!


Copyright by Guido Messere

Montag, 3. Juli 2017

Einsame Nacht


In der Einsamkeit der Nacht,
erwächst der stille Verdacht,
dass der Weg des neuen Lebens,
am Ende ist gar vergebens,
das die Hoffnung der Klarheit,
sich verliert in der Wahrheit.
Das Ungewissheit in einem selber liegt,
solange man nicht mehr nach ihr strebt!

Mittwoch, 2. März 2016

Schlaflos




Schlaflos in der Nacht,
von Unruhe gepackt, hart erwacht.
Gedankenfäden in mir drinnen,
fein umwoben wie von Spinnen.

 
Leere Gedanken im Fadenkreuz,
wie Ungeziefer kreucht und fleucht,
in meinem Hirn, in rastloser Fahrt,
wie eine trübe, faule Saat.

Stille will sich nicht ergeben,
nicht pausieren, nach Ruhe streben,
bleibe schlaflos in diesen Stunden,
in Gedanken gefangen, die mich umrunden.

Copyright by Guido Messere
02-03-2016

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Weihnachtsgedicht 2015



Weihnachten wart schon wieder geschwind,
Tage, Monate, das Jahr verrinnt,
ob gewachsen, graues Haar am Kopf,
Zeit verfängt sich im Venentropf,
Frühling scheint’s eher da draußen,
Ski-Fahrer sich die Haare raufen,
Weihnachtsstimmung wo bist du nur,
Ich schaue im Keller und auch im Flur,
nur flackernde Lichter der Häuser dort,
zeugen von nahender Weihnacht‘ immerfort.

Doch O’Graus, Kommerz bleibt nicht aus!
Kauf ich ein Parfüm oder eine stylishe‘ Mouse?
Ein Tannenbaum muss auch noch her,
die Entscheidung fällt stets so schwer,
manch Einer mag in die Kirche gehen,
ich kann den engen Zeitplan sehen.
Das Menü steht auch noch nicht fest,
den Kindern das keine Ruhe lässt,
ein wenig Pasta, vielleicht eher Fleisch,
der Papa wird hier niemals weich.
Auch Tradition muss erhalten bleiben,
Fleischgelüste müssen weichen.
Geschenke gekauft, der Baum ist da,
die Menü-Karte ist nun klar,
die Lichter funkeln, das Haus geschmückt,
Heilig Abend nun näher rückt!

Zum pünktlich leuchtenden Weihnachtsbaum,
durchdringt Last Christmas nun den Raum,
nun kann auch ich die Weihnacht‘ fühlen‘,
nicht im Schnee, doch dafür im Grünen.
Friede und Besinnlichkeit sei Euch gegeben,
habt nun Freud’ am Weihnachtsleben.